Fitness Company, Fitness First, Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH – Teil 7

12. Oktober 2009

16. Juli 2009. Scha­den­froh bedan­ken wir uns bei der Han­sea­ti­schen Inkasso-Treuhand GmbH dafür, dass sie und die Fit­ness First Ger­many GmbH end­lich ihre Feh­ler ein­ge­ste­hen. Natür­lich mer­ken wir aber auch sofort an, dass wir nicht die Kos­ten für den Inkas­soauf­trag zah­len wer­den, da wir ihn offen­sicht­lich nicht zu ver­tre­ten haben. Ebenso klein­ka­riert wir neckisch fügen wir noch bei, dass der HIT ein Feh­ler bei der Kal­ku­la­tion die­ser Kos­ten unter­lau­fen ist. Abschlie­ßend nen­nen wir unsere Kün­di­gung bei der Fit­ness First und ver­ges­sen dabei das Schrei­ben der HIT vom 15. Juli 2009 zu erwähnen.

Die Reak­tion lässt nicht lange auf sich warten.

Vehe­ment wird im Schrei­ben vom 21. Juli 2009 abge­strit­ten, dass es über­haupt zu irgend­wel­chen Feh­ler kam. Plötz­lich wird nur noch von Kulanz und der­glei­chen gespro­chen. Wie­der mal wird ein Nach­weis erwähnt, der für den Pau­sen­an­trag nötig gewe­sen wäre, wobei immer noch offen bleibt, was damit gemeint ist. Der Knal­ler ist der zweite Absatz: „… Ihnen wurde die Pause nur unter der Prä­misse gewährt, dass der Ver­trag wei­ter­hin bis zum 31.12.2009 fort­ge­führt wird.“ Ohne neue Argu­mente wird lapi­dar behaup­tet, dass „eine Beauf­tra­gung zum Inkas­so­ein­zug durch die HIT GmbH … damit zuläs­sig (war). Die Kos­ten wer­den wei­ter­hin gel­tend gemacht.“ Alles in allem bemer­ken wir aber einen etwas zurück­hal­ten­de­ren Ton. Kein Dro­hen mehr, keine Außen­dienst­ler, nichts!

Man muss sagen, die Argu­men­ta­tion der HIT GmbH ist sehr flach und stützt sich nur auf den Pau­sen­an­trag, der ja rück­wir­kend aner­kannt wurde. Wenn doch der Pau­sen­an­trag geneh­migt wurde, so hätte die Fit­ness First mit den Kon­se­quen­zen rech­nen müs­sen. Pause geneh­migt => Keine Bei­träge => Kein Ver­zug => Kein Inkasso
Da scheint jemand nicht auf­ge­passt zu haben oder sei­nen Geg­ner unter­schätzt zu haben. Frau G und ich jeden­falls sind nicht damit zufrie­den, dass man von der hohen For­de­rung abge­rückt ist und dass nur noch die Inkas­so­kos­ten fäl­lig sein sol­len. Wir wol­len mehr errei­chen und kämp­fen daher weiter.

Aus die­sem Grund lässt auch unsere finale Ant­wort nicht lange auf sich war­ten. Wie ein Sie­ger, der dem Unter­le­ge­nen auf die Schul­ter klopft und zu einem guten Kampf gra­tu­liert, tre­ten wir am 3. August 2009 auf. Klein­lich nen­nen wir die geg­ne­ri­schen Aus­sa­gen als Begrün­dung für unsere Rechts­po­si­tion. Wir ver­wei­sen dar­auf, dass im Schrei­ben vom 10. Juli 2009, als uns die Pause zuge­bil­ligt wurde, nie eine Bedin­gung hier­für genannt wurde und daher auch nicht im nächs­ten Schrei­ben eine nach­ge­reicht wer­den darf. Auch machen wir die HIT GmbH dar­auf auf­merk­sam, dass bis heute nicht erläu­tert wurde, wel­che Nach­weise für den Pau­sen­an­trag erbracht wer­den müs­sen und dass das For­mu­lar der Fit­ness First gar kein Feld für jed­wede Begrün­dung vor­sieht. Dem­nach sei offen­bar gar keine erfor­der­lich! Aus die­sen Grün­den, aber auch weil die Inkas­so­kos­ten falsch berech­net wur­den, wei­sen wir aber­mals die For­de­rung die­ser zurück.

Zum Schluss erlau­ben wir uns noch ein paar Kom­men­tare zur Zurück­wei­sung der Kün­di­gung. Mit Unver­ständ­nis rea­gie­ren wir dar­auf, dass man sich an der For­mu­lie­rung stört, dass es Frau G nur „bis auf wei­te­res“ unter­sagt sei, Sport zu trei­ben. Hin­sicht­lich der befris­te­ten Mit­glied­schaft ist dies voll­kom­men aus­rei­chend, weil man in den nächs­ten Mona­ten nicht davon aus­ge­hen kann, dass es Frau G bes­ser gehen wird. Aber wir rea­gie­ren ent­spre­chend und rei­chen ein neues Attest ein, das auf diese Flos­kel ver­zich­tet und den Sach­ver­halt damit bes­ser wiedergibt.

Dies ist jetzt über zwei Monate her. Weder hat sich die Han­sea­ti­sche Inkasso-Treuhand GmbH noch die Fit­ness First Ger­many GmbH bei uns erneut gemeldet.

Ein Sieg auf gan­zer Linie? Ich weiß es nicht. Diese Woche geht ein Schrei­ben raus, dass eine Kün­di­gungs­be­stä­ti­gung erbit­tet. Sobald wir die haben, haben wir end­gül­tig gewonnen!

Bis dahin!

Der Sebas­tian

Unsere Ant­wort auf das Friedensangebot

Bei der HIT spricht man nicht von Fehlern

Unser fina­ler Schlag

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3 Kommentare zu “Fitness Company, Fitness First, Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH – Teil 7”

  1. 01

    Vor­sicht ist hier gebo­ten, nur wenn das Inkas­so­un­ter­neh­men völ­lig inkom­pe­tent ist (wie der soge­nannte Cust­o­mer Ser­vice bei Fit­ness First) kommt ihr hier so ein­fach davon, denn:

    Die Klau­sel „bis auf wei­te­res kein Sport trei­ben“ ent­bin­det nicht von der Mit­glied­schaft — auch kann das Unter­neh­men eine „auf­schie­bende Wir­kung“ gel­tend machen — das bedeu­tet, die Ruhe­zeit wird wäh­rend der Erst­ver­trags­lauf­zeit hin­ten dran gehängt.

    Sollte der Anwalt von Fit­ness First diese auf Fern­dia­gnose beru­hen­den Anga­ben bestä­ti­gen, geht der Schuß gehö­rig nach hin­ten los. Inkas­so­kos­ten sind dann zwar nicht zu zah­len (Scha­den­min­de­rungs­pflicht des Gläu­bi­gers), dafür aber Anwalt und Vertragsgebühren.

    MFG

    Ein ehe­ma­li­ger Club­ma­na­ger die­ses unglaub­lich seriö­sen Unter­neh­mens (Iro­nie Ende)

    R.P. am 24. Februar 2010 um 14:36
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  2. 02

    Meine Frau, die sich immer noch im Erho­lungs­ur­laub befin­det nach einem Unfall im Sport­club: bei Fit­ness First, Berlin-Zehlendorf, Cla­yal­lee (eine Han­tel lag herum), macht so ihre eige­nen Erfah­run­gen mit den Ein­trei­bern von HIT, nach­dem sie wegen ihrer bei Fit­ness First erlit­te­nen Hals­wir­bel­säu­len­ver­let­zung ( 2 Ope­ra­tio­nen ) nun gar­nicht mehr so sehr am dort Gebo­te­nen inter­es­siert ist (Bin ich froh!).
    Wie mit ihr umge­gan­gen wird, seit sie nach dem Unfall im Novem­ber 09 eine PAUSE (!!!) bean­tragt hat, ist hier

    http://www.rwagner.eu/FitnessFirst/FitnessFirstUnfallInkasso.htm

    nach­zu­le­sen.

    Naja, Kulanz ist wirk­lich nicht die Stärke des Unternehmens.

    Bis dann!
    Rein­hard Wagner

    Reinhard Wagner am 5. Mai 2010 um 19:16
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  3. 03

    Hallo!
    Nun haben Inkasso Fit­ness doch die Segel gestri­chen, noch bevor ich auf for­male Unge­reimt­hei­ten ein­ge­hen musste:

    http://www.rwagner.eu/FitnessFirst/Inkasso3.pdf

    Man hat erneut geprüft und „ver­zich­tet nun auf die Gel­tend­ma­chung der For­de­rung“. Keine Begrün­dung, keine Entschuldigung.

    War es der offene Brief an die Zei­tun­gen und die Furcht vor schlech­ter Publi­city? Waren es Unge­reimt­hei­ten in der eige­nen Orga­ni­sa­tion?
    War es viel­leicht doch irgend jeman­dem zu monströs?

    Die wich­tigste Frage aber lau­tet: Wann trifft es den/die Nächste/n?

    Bis dann!

    Reinhard Wagner am 12. Mai 2010 um 18:24
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