In eigener Sache: 100 Besucher! Aber … — Die Verführung der Daten

6. September 2009

Liebe Besu­cher,

die­ses Wochen­ende war es soweit! Seit Beginn der Sta­tis­tik am 17. August habe ich bis heute über 100 Besu­cher begrü­ßen dür­fen! Hier­für bedanke ich mich sehr und hoffe, dass es bei vie­len ein wie­der­hol­ter Besuch war, weil meine The­men auf Inter­esse gesto­ßen sind.

Doch die 100 Besu­cher füh­ren auch zu einer Kehr­seite einer Medaille, die mir schon früh einen Daten­miss­stand im Klei­nen auf­zeigte und den ich mit Errei­chen der 100 Besu­cher auf­de­cken wollte.

Habt ihr eigent­lich eine Ahnung, was ein nor­ma­ler Blog­be­trei­ber über seine Besu­cher weiß? Man muss nicht mal die Log-Dateien des Pro­vi­ders aus­wer­ten, um zu erfah­ren, wonach die Besu­cher gesucht haben, bevor sie den eige­nen Blog erreich­ten oder auf wel­cher Seite der Link, der zum Besuch führte, gesetzt war. Plugins für Blog-Software bie­ten sol­che Aus­wer­tun­gen auch Laien an.

Der­lei Infor­ma­tio­nen sind für einen Sei­ten­be­trei­ber natür­lich sehr wich­tig, weil er damit ein­schät­zen kann, wel­ches Blog-Verzeichnis för­der­li­cher ist oder wel­che The­men zum Besuch geführt haben. So habe ich zum Bei­spiel sehen kön­nen, dass jemand „meine daten löschen scho­ber infor­ma­tion group“ gesucht und zu mei­ner Seite gefun­den hat. Das bestärkt mich darin, die­ses Thema noch schnel­ler und aus­führ­li­cher zu behan­deln, weil offen­bar noch andere das Bedürf­nis haben, ihre Daten bei Adress­händ­lern löschen zu lassen.

Aber, ich kann nicht über Daten­schutz schrei­ben, ohne euch zu sagen, dass ihr auch bei mir Daten hin­ter­lasst und dass es sehr ver­füh­re­risch ist, diese zu ver­wer­ten. Ich finde es inter­es­sant, zu erfah­ren, wel­che The­men auf mei­nem Blog gefragt sind, wel­che Arti­kel am Meis­ten auf­ge­ru­fen wer­den und wie­viele Besu­cher ich pro Tag habe. Woher ihr aber kommt, das geht zu weit. Daher habe ich etwas recher­chiert und her­aus­ge­fun­den, wie man zumin­dest dem Mozilla Fire­fox das lei­dige Über­tra­gen des soge­nann­ten „Refer­rers“ untersagt.

Gebt hier­für in der Adress­leiste „about:config“ ein. Der Fire­fox wird euch war­nen, dass ihr auf der nächs­ten Seite viel Blöd­sinn anstel­len könnt. Passt also auf! Als Fil­ter gebt ihr nun „refe­rer“ ein (Wiki­pe­dia erklärt auch, warum es hier anders geschrie­ben wird) und bear­bei­tet „network.http.sendRefererHeader“, indem ihr mit einem Dop­pel­klick den Para­me­ter von 2 auf 0 setzt.

Wenn alles geklappt hat, sollte beim Besuch von https://www.jondos.de/de/anontest unter Refe­rer nichts mehr ste­hen. Hat es nicht geklappt, steht mein Blog dort.

So, ich hoffe ihr alle schal­tet das um und sichert euch somit ein klein wenig mehr Pri­vat­sphäre gegen­über Sei­ten­be­trei­bern zu. Wenn er will, dann kann er zwar noch viel mehr über euch her­aus­fin­den, aber das könnt ihr nur schwer unter­bin­den, ohne gewis­sen Kom­fort aufzugeben.

Bis zum nächs­ten Mal!

Der Sebas­tian

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